Unsere Vinosophie - Qualität durch gezieltes (Nichts)Tun!
Leben.leben!
Bei uns ist Wein Ausdruck des natürlichen Kreislaufs. Unsere Weine beginnen dort, wo sie niemand sehen kann, und finden sich an Orten, wo man sie nicht vermuten mag. Boden und Rebstöcke sind gewachsene Biodiversitätsträger, unsere Trauben - resistent wie aromaintensiver Schaffensausdruck.
Edi Troppers Bio Weine vereinen klassisch ausgebaute Vielfalt mit dynamischer Methodik aus altem Wissen, innovativem Spirit und selektiver Handlese zur vinophilen Gesamtarchitektur.
Bio-organische Moderne in der Flasche, Klassik in der Nase, Rock 'n' Roll
am Gaumen.
100% Nachhaltig - bis ins kleinste Detail
Wir leben Bio!
- Wir arbeiten im Einklang mit der Natur.
- Der Umweltgedanke bestimmt jede unserer Aktivitäten.
- Wir achten auf jede Pflanze, die Erde, die Witterung …
- Bio heißt bei uns Qualität, nicht alternativer Geschmack.
- Jahr für Jahr wird unser Bio-Weinanbau genauestens kontrolliert.
- Auch die Tropper-Editionen sind bereits bzw. werden auf Bio umgestellt.
100% Umwelt- und Klimaneutral!
Komplexe Schlichtheit
hat Methode!
Terra Preta
Die berühmte "Schwarze Erde" fermentiert aus Holzkohle, Kompost, Gesteinsmehl und Kuhdung sowie effektiven Mikroorganismen wird bei uns in die Weinzeilen eingebracht oder mittels Bohrung in den Boden initiiert. Sie dient dabei als Verbesserer, nicht als Dünger, ist Nährstoffspeicher und Biodiversitätsverstärker für Mykorrhizen, Kleinstlebewesen bis hin zu Regenwürmern.
Bodenquerschnitte zeigen, wie effizient die schwarze Erde von Bodenbewohnern verteilt wird, womit der Boden gelüftet, gelockert und mit Nährstoffen versorgt wird. Daneben erhöht Terra Preta die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Sie sorgt in Zeiten extremer Wetterereignisse für verminderte Humus-Abschwemmung und erhöhte Resilienz von Flora und Fauna. Zudem wird die Fähigkeit des Bodens zur Kohlendioxidspeicherung massiv erhöht, was in Verbindung mit weiteren Maßnahmen zur CO2-positiven Produktion am Weingut Edi Tropper führt.
Vitiforst
Agroforstwirtschaft im Weingarten oder die Frage, wieviel Bäume braucht der Weingarten und warum denn überhaupt?
Die Kernthema ist offensichtlich. Weingärten sind ihrer kultivierten Anbaunatur nach Monokulturen. Diese Flächen- und Ertragsoptimierung bringt neben reduzierter Biodiversität auch Anfälligkeiten gegen extreme Wetterereignisse. Das Spektrum umfasst hierbei Hitze- und Trockenperioden über sinnflutartige Regenfälle, damit einhergehender Bodenerosion, bis hin zu Schädlingen und Krankheiten.
Durch das Setzen von mehrjährigen Gehölzen - in unserem Fall die Baumarten Elsbeere, Birke, Feldahorn und Edelkastanie - sorgen wir nebst Rebenbeschattung und Regenschutz auch für erhöhte Wasseraufnahmefähigkeit sowie natürliche Bodenbefestigung. Die Bäume als solches fungieren als "Mikro-Habitate" und fördern das Leben unter und über Erde (vom Pilzmyzel und Regenwurm bis zu bestäubenden Insekten und Vogelvielfalt).
Kompost-Tee
"Spritzen - aber richtig" ist das Motto wenns um unseren Kompost-Tee geht. Im Schützen von Lebewesen, ob Mensch oder Rebstock, geht es bei uns um Resilienz, um das Stärken und Fördern natürlicher Abwehrkräfte. Keine systematischen Gifte, keine Schwermetalle, dafür kräftigender Kompost aus dem Biomeiler, nicht iodiertes Salz, Wasser und Traubensaft zur Vermehrung der Mikroorganismen. Nebst Gesteinsmehl werden dem Gebräu unter 30°C noch Malzkeime zugefügt um Mykorrhizen aktiv zu fördern.
Ganzheitlicher Schutz, der funktioniert.
Zebu-Rinder
Klingt zwar komisch, ist aber so - unsere Rinder sind aktiver Bestandteil unseres "Team Weingarten". Nach Beendigung der Lese folgt, entgegen der alpinen Tradition, der Auftrieb auf unsere Weingärten. Die robusten Tiere verbringen milde Winter im Freien und ernähren sich von altem Gras. Im Frühjahr, vorm Rebaustrieb, sorgen sie für den ersten Grünschnitt, was Mulchen obsolet macht. Und was oben rein geht, kommt im "Backoffice" als Nährstoffboost wieder raus. Der zertretene Dung sorgt nicht nur für Mulch und Dünger, sondern stellt die Basis für die Verteilung des Lebens selbst dar - von der Pflanzensamenverteilung bis zur "fliegenden Biomasse".
Möglich macht das alles unsere Zwerg-Zebu-Herde, eine Urrindrasse. Intelligent, widerstandsfähig, von Leitkühen geführt und, weil nicht auf Milch- und Fleischleistung hochgezüchtet, ein Superleichtgewicht unter 300 kg. Aus Indien und Südostasien stammend, sind diese hitzeresistenten Buckelrinder an vielfältigste Bedingungen angepasst, so dass nebst Gras und Steppengräsern auch hiesige Neophyten auf ihrem Speiseplan stehen. Und so arbeiten sie im Sommer an der Umwandlung von ehemaligen Acker- zu Weideflächen. Und dieser Nährstoffmix freut nicht nur Mensch, sondern durch die Schaffung von rund 100 kg Insekten/Kuh auch die selten gewordenen Vogelrassen, wie die Blauracke.
Gezieltes (Nichts)Tun
Ist der Weingarten in seinem natürlichen Gleichgewicht verfangen, arbeitet das ganze Mikrohabitat beinahe intrinsisch auf Optimierung der Verfruchtung zu. Ob benannte Maßnahmen bereiten im wahrsten Sinne den Boden für ausgewogene Nährstoffverteilung, für Austrieb über Bestäubung, bis hin zu Wetter- und Pflanzenschutz.
Die Trauben sind Ausdruck dieser aromatisierten Mineralität, welche durch kalkhaltige Böden gefördert wird. Im wettertechnischen Schnittpunkt zwischen dem trockenem, heißem pannonischen Klima und milden, mediterranen Einflüssen besteht der Kern der Weingartenarbeit, ein sich selbst generierendes Weingartenhabitat zu schaffen. Dieser organisch-biologische Ansatz führt zu hochwertigsten Trauben, welche zwischen August und Mitte September handverlesen werden.
Der Anspruch "Klasse statt Masse" gilt hierbei nicht nur für das Team Edi Tropper selbst, sondern auch für schonende Traubenselektion hinsichtlich Qualität, Zucker- und Reifegrad und ist selbstverständlich nach Rebsorten differenziert.
(Klima)Positives
bis in die Flasche
"Bio ist keine Entschuldigung für schlechte Qualität" - und so haben wir uns der natürlichen Gärung ohne Zugabe von Industriehefe verschrieben. Zum einen spiegelt sich das im Verzicht auf die sogenannten "Junker" wider. Auf der anderen Seite steht die Sortimentspolitik, die mittel- bis langgereifte Orts- und Riedenweine in den Fokus stellt und im Bereich von Schalen- und Schaumweinen mit Selbstklärung, strukturierter Maischezeit und natürlichen Gärprozessen (keine Kohlensäurezufuhr) arbeitet.
Dank der edlen, aber bewusst leichtgewichtig gehaltenen, Burgunderflaschen ist nebst Nachreifungszeiten auch die CO2-positive Gesamtproduktion am Weingut Edi Tropper gewährleistet.